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Donnerstag, 20. Dezember 2012

Erinnerungen an Weihnachten,Memories of Christmas


Воспоминания о Рождество,
Recuerdos de Navidad,  Memórias de Natal, Amintiri de Crăciun, 

                ذكريات عيد الميلاد

Erinnerungen an vergangene Weihnacht



Weihnacht war das schönste Fest, als ich ein kleines Mädchen war.
Wir waren in materieller Hinsicht arme Leute.
Sieben Kinder und der Vater verunglückt.
Es war ein hartes Leben und oft gab es nur Brot mit Schmalz, Zucker, Radieschen oder Gurkenscheiben.
Aber an Weihnachten war alles anders.
Die Wohnstube war für uns Kinder am heiligen Abend tabu.
Wie gern hätte ich nur ein mal in die Stube geschaut und das Christkind bei der Arbeit beobachtet.
Ach wie gern hätte ich nur ein einziges mal das Christkind gesehen.
Aber wir "Kleinen" mussten in die Kirche, zur Probe des alljährlich aufgeführten Krippenspiels.
16,00 Uhr, war in der Kirche dann die Aufführung und der Gottesdienst.
Danach war es endlich soweit und die Weihnachtsstube wurde geöffnet.
Alle Kinder waren reinlichst und adrett gekleidet.
Der Weihnachtsbaum erstrahlte im Kerzenschein so  prachtvoll, darunter die Geschenke und unsere kleinen Herzen schlugen bis zum Hals vor Aufregung.
Wir waren so gläubig, glaubten alles was uns gesagt wurde und hatten keinen Zweifel, nicht im Geringsten.
Nun war sie da, die Weihnacht.
Es wurden alle Weihnachtslieder gesungen, die wir kannten und wir kannten sehr viele Lieder. Zwischendurch sagte jedes Kind sein Weihnachtsgedicht auf und eins der großen Kinder trug die Weihnachtsgeschichte vor.
Unsere liebe Mutter trug das Gedicht:" Oh licht umstrahlte heilige Nacht" vor und eine unglaubliche Freude durchstrahlte die kleinen und großen Herzen in der Weihnachtsstube.
Dann wurden die doch, eher kleinen Geschenke, ausgepackt und es gab reichlich Kartoffelsalat und Wiener Würstchen.  Jedes Kind bekam einen bunten Teller, der kein Vergleich zu dem Heutigen ist.
Darauf waren Nüsse, Apfelsinen, Schokolade, feine Bonbons und allerlei Naschwerk.
Damals verschwendete ich keinen Gedanken daran, unter welchen vorherigen Verzicht, meine liebe Mutter uns ein solches wundervolles Weihnachtsfest ermöglichen konnte.
Glaubte ich doch felsenfest,  das Christkind hat uns die Weihnachtsgaben beschert.




 Oh Licht umstrahlte heilige Nacht,
dich hat Gott der Herr gemacht.
Zum zweiten mal auf dieser Erde
sprach er sein großes: " Schöpfer werde"
Ein Gnadenzeichen ewger Huld,
ein andrer Adam,
frei von Schuld,
liegt dort als Kind auf Stroh gebettet.
Gott und auch Mensch,
wir sind gerettet.

Der Knecht gebannt in Sündenfron,
wird wieder frei durch Gottes Sohn.
Er kommt herab aus freien Stücken,
die riesen Kluft zu überbrücken.
Was Menschen Bosheit angestellt,
Verdammnis einer ganzen Welt
die frevelnd von ihm abgewichen,
Gott selber hat es ausgeglichen.

Drum komm zum Herrn
oh Menschenkind,
bleib nicht in Sünden
bloß und blind.
Du sollst in großem Gott vertraun
auf Jesu deinen Heiland schaun.
Er ist's der die Errettung schafft
aus deiner tiefsten Sündennacht.

Wenn du die Werbung überhörst
mit Fleischeslust dein Herz betörst
dich wieder zu den Trebern wendest,
wer weiß ob dann,  bevor du endest
noch einmal Gotte Gnadenlicht
wie heute deine Nacht durchbricht.
Der Heiland ruft:
" Jetzt sollst du kommen"
Noch heute wirst du angenommen.



Weihnachten war das schönste Fest das ich erleben durfte.
Kindlicher Glaube und Bescheidenheit machten unsere Herzen froh.
Was mag wohl Heute die Herzen der Menschen froh machen?














Kommentare:

  1. Leider sind die Erwartungen vieler Menschen und vor allem Kinder in der heutigen Zeit viel zu groß, und der Grundgedanke ist verloren gegangen.

    Leider!!

    herzliche Adventsgrüsse
    Nova

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  2. Danke und auch dir herzliche Adventsgrüße!

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